Willkommen in der Welt der Legal Highs part 2

Zweiter Teil der Serie: Willkommen in der Welt der Legal Highs

In einer Bar in Farringdon traf ich einen 20 Jahre alten Studenten namens John (nicht sein richtiger Name), um mit ihm über seinen Drogenkonsum zu reden. Er sagte er nutze seit kurzem legale Rauschmittel und erklärte seine Entscheidung damit, dass er Angst vor einer Verhaftung habe. Sein letzter Giftstoff hieß 6-APB, eine Droge die chemisch MDMA – Ecstasy – ähnelt, mit einem Unterschied: Sie ist legal.

Letztes Jahr begann ich wieder legale Rauschmittel zu nutzen. Ich nutzte Mephedron bereits als es das erste Mal auftauchte aber hörte damit auf, als es verboten wurde. Einige der neuen Formen sind fast so gut wie eine anständige Pille, manchmal sogar besser. Ich hörte auf „Charlie“ [Kokain] zu nehmen, weil es mir als zu teuer erschien. Aber die „Nachwehen“ sind schlimm und ich mache mir Sorgen was in ihnen ist“ sagt er.
_Mephedrone_

Die Chemikalien werden in China hergestellt, wo sie legal sind, und dann über spezielle Webseiten in das Vereinigte Königreich importiert. John liest nur Message Boards um zu sehen, was die Effekte der neuen Drogen sind und um zu lernen, wie man sie nimmt. Aber warum macht er das – und wieso geht er das Risiko ein?

Mittlerweile sind in allen U-Bahn Stationen Drogenspürhunde der Polizei” sagt er. „Ich wurde paranoid während der Olympischen Spiele letztes Jahr. Ich will keine Vorstrafen – Ich bin noch nie gereist, und es wäre nur ein riesiger Aufwand, wenn ich welche hätte.“

Die Drogen werden per Post zu mir geschickt und ich zahle mit Kreditkarte. Der Effekt von 6-APB ist ein bisschen wie Ecstasy. Du fühlst dich heiß, schwitzig, freundlich und ein bisschen komisch am Ende der Nacht. Es ist noch schlimmer wenn du es zusammen mit Alkohol nimmst. Die Zeit verfliegt, eine ganze Nacht kann in nur ein paar Stunden vorbei sein.“

Laut seiner Aussage gibt es deutliche und bizzare Nachteile. „Es hält dich länger wach als MDMA und manchmal bekomme ich die Woche drauf ein komisches Geräusch in meinem Kopf.“

Dr. Owen Bowden-Jones, von der “Club Drug Clinic” (CDC) in Chelsea und dem „Westminster Hospital“ sagt, dass sehr wenig über diese Alternativen der traditionellen Clubdrogen bekannt ist.

Die CDC wurde 2012 gegründet und sah seit seiner Eröffnung 400 Patienten. Während die meisten Behandlungen auf Heroin- und Crack-Abhängige ausgerichtet sind, behandelt die CDC Leute mit Problemen, die auf den Gebrauch von Entspannungsdrogen, besonders von Ketaminen, Mephedron, GBL und Methamphetaminen zurückzuführen sind.

Wir können „brain zaps“ bei Menschen feststellen, die Drogen wie Mephedron regelmäßig konsumieren – solche die die Wohlfühlchemikalien Serotonin und Dopamin im Gehirn vermindern.“ sagt Dr. Bowden-Jones. „Das Gehirn ist wie ein Schwamm: Wenn du einmal alles Wasser aus ihm herauspresst, braucht er Zeit, um es wieder aufzusaugen. Wir wissen nicht viel über diese Drogen oder was die Kurz-Zeit-Effekte, lassen wir die Lang-Zeit-Folgen mal bei Seite, sein werden.“

Er sagt, er ist abgeneigt die neuen Drogen, mit denen er in seiner Klinik in Berührung gerät, aufzulisten, denn „das würde zu einer Einkaufsliste für einige Menschen werden“.

Wir sehen viele neue Chemikalien, und dennoch wäre es fair zu sagen, dass unser größtes Problem Ketamine und Mephedron sind“ sagt er. „Auch wenn Mephedron verboten wurde, ist es immer noch weitgehend verfügbar, obwohl die Reinheit gesunken und der Preis gestiegen ist.“

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